Das ist wieder typisch Isabella. Seit wir nach Dänemark gezogen sind, glaubt sie, ich hätte plötzlich alle Zeit der Welt – und natürlich stehe ich ihr auch (fast) immer zur Verfügung.
An diesem Wochenende, dem Palmsonntags-Wochenende, gastierte sie mit dem Zirkus in Pløckhus. Und wie es so oft ist im Zirkusleben: Es fehlten helfende Hände. Ihr Mann Bernhard war gerade bei einer anderen Vorstellung eingespannt, und so brauchte sie dringend Unterstützung – am besten einen starken Mann für den Aufbau und jemanden, der sich um Eintrittskarten und Popcorn kümmert.
Und weil sie weiß, dass ich schlecht Nein sagen kann, haben Michael und ich kurzerhand die 70 Kilometer zur Nordsee auf uns genommen und die letzten beiden Tage im Zirkus mitgeholfen.
Es war ein wunderbares Wochenende. Anstrengend, ja – kalt, nass, voller Regen. Aber auch voller Leben, Lachen und schöner Momente.
Zwischendurch saßen wir mit den anderen Schaustellern im warmen Zirkuswagen, haben heißen Kaffee getrunken, Kuchen gegessen und uns unterhalten. Es war gemütlich, herzlich, ein kleines Stück Zuhause mitten im fahrenden Leben.
Solche Tage sind kostbar. Und ich glaube, genau deshalb sage ich immer wieder Ja.