Was für eine Woche! 12. September 2024
Am Dienstag bin ich also mit dem Zug nach Rheinland-Pfalz gefahren – apropos, was für eine Reise das war! Es hätte eigentlich eine normale Fahrt sein sollen, aber mit der Deutschen Bahn ist das ja immer so eine Sache. Wegen eines Stellwerkbrandes lief fast gar nichts wie geplant. Statt bequem im Zug zu sitzen, musste ich mir mit drei anderen Fahrgästen ein Taxi teilen – von Neumünster bis Hamburg. Das war nicht nur teuer, sondern vor allem nervenzehrend. Erst ab Hamburg konnte ich die Fahrt mit dem Zug fortsetzen.
In Rheinland-Pfalz angekommen, ging das Drama dann gleich weiter. Die Mieterin hat mir große Probleme gemacht. Ich war wirklich froh, dass ich noch am Morgen kurzfristig einen Termin beim Rechtsanwalt und beim Steuerberater bekommen habe. Beides war dringend nötig.
Mittags dann das nächste Kapitel: Verhandlung mit dem Makler, der sich wiederum mit den Käufern abgestimmt hat. Die Mieterin hat in letzter Minute noch einmal versucht, alles zu blockieren. Sie war offenbar beleidigt, dass ich sie nicht in die Verkaufsgespräche einbezogen hatte – und ich war heilfroh, dass ich es nicht getan habe. Ich glaube, sonst hätte ich bis heute keinen Käufer gefunden. Es war eine wirklich anstrengende, fast absurde Situation.
Zum Glück gab es auch Lichtblicke: Ich konnte mich mit meiner lieben Freundin Andrea zum Mittagessen treffen. Wir hatten Zeit zum Reden, Lachen, einfach mal durchatmen. Später stieß auch Claudia dazu, und auch mit ihr habe ich noch eine schöne Stunde verbringen können. Es war wie früher – ein Mädelsnachmittag voller Wärme, Leichtigkeit und echtem Austausch.
Und dann – endlich – ging es zum Notar. Der Hausverkauf ist abgeschlossen. Es ist alles geschrieben, alles erledigt. Und das habe ich abends mit Peter und Susanne beim Essen gefeiert.
Ein langer, fordernder, aber letztlich erfolgreicher Tag. Und ein ganz großes Stück Ballast ist nun von unseren Schultern gefallen.
Nach dem Essen habe ich noch lange mit Peter und Susanne am Esstisch gesessen. Wir haben eine Flasche Wein geöffnet, miteinander angestoßen, ein Videotelefonat mit Michael in Dänemark gemacht und einfach viel, viel geredet. Es war ein schöner Abend – gemütlich, herzlich und vertraut.
Am nächsten Morgen mussten Susanne und Peter früh raus zur Arbeit. Ich hatte eigentlich geplant, ein wenig auszuschlafen und dann mit dem Zug zurückzufahren. Doch wie so oft kam es anders: Susanne entdeckte zum Glück rechtzeitig, dass mein geplanter Zug ersatzlos gestrichen war – typisch Deutsche Bahn. Ich musste also spontan einen früheren Zug nehmen und habe es gerade noch rechtzeitig geschafft.
Die Fahrt verlief dann erstaunlich reibungslos. Bis Hamburg und auch danach lief alles problemlos, und Michael hat mich schließlich in Hobro in Empfang genommen. Jetzt bin ich wieder zu Hause in Dänemark – müde, aber glücklich