Weihnachten im Børklum Kloster 25. November 2025
Im letzten Jahr hat es leider nicht geklappt, aber dieses Jahr hatte ich es rechtzeitig im Kalender vermerkt: das Weihnachtsmarkt-Event mit Feuerwerk im Børklum Kloster an der dänischen Westküste, in der Nähe von Løkken.
Wer Weihnachten nicht mag, sollte diesen Ort tunlichst vermeiden. Für alle anderen aber ist es ein Pflichtbesuch, wenn man in der Nähe ist. Und eines kann ich schon verraten: Es hat sich absolut gelohnt!
Der Einlass beginnt um 16:00 Uhr, das Feuerwerk startet um 20:00 Uhr. Und wieder war es so typisch dänisch: Man erscheint pünktlich, genießt den Moment voll und ganz und danach löst sich alles sehr schnell wieder auf. Um 20:30 Uhr war der Parkplatz schon fast leer. Ganz anders als wir das von Deutschland kennen, wo viele irgendwann kommen und dann noch sehr lange bleiben.
Wir waren bereits um 15:40 Uhr dort, bekamen problemlos einen Parkplatz und mussten nicht weit laufen. Nach etwa zehn Minuten Wartezeit durften wir hinein. Nach dem Bezahlen des Eintritts haben wir uns erstmal im Museum-Shop umgesehen – schließlich wollten wir wissen, was man unbedingt mitnehmen sollte. Es wurden dann die karierten Weihnachtsteller, ich sag nur "Liebe auf den ersten Blick!"
Unser erster Stopp war die historische Küche: dort gab es æbleskiver, typisch für die dänische Weihnachtszeit, dazu gløgg und cakao. Draußen im Vorhof lockten gebrannte Mandeln (auch mit Lakritzgeschmack!), Crêpes und allerlei Leckereien. Die Domkirche war leider geschlossen. Wir waren vor drei Jahren schon dort und hätten sie gerne erneut besucht.
Dafür gab es aber schöne Ausstellungen mit Metallarbeiten und Holzkunstwerken, lauter wunderschöne Weihnachtskreationen. Die konnte man besuchen in den ehemaligen Stallungen und auch dem Keller. Und natürlich konnte man sich dort dann über verschiedene mysterische Begebenheiten hier im und am Kloster informieren und sich noch ein klein wenig gruseln.
Dann kam das absolute Highlight: Die privaten Räume der Familie waren geöffnet und alle festlich geschmückt. Ich war wirklich beeindruckt von den liebevoll dekorierten Zimmern - man konnte sich kaum sattsehen. Es war wirklich märchenhaft! Zum Schutz der alten Böden bekam jeder Plastiksocken übergezogen und dann durften wir die Räumlichkeiten entdecken.
Liebevoll dekorierte Speisezimmer, Wohnräume, Bibliotheken und Flure. Weihnachtsstimmung lag in der Luft und die Besucher waren entweder andächtig still oder haben ihrer Freunde laut kund getan. Dazwischen gab es wenig.
Nach diesem ausgiebigen Rundgang haben wir uns erneut in der historischen Küche gestärkt. Danach ging es weiter zur Ausstellung für historische Kleidung ab dem 19. Jahrhundert. Dort warteten weitere verlockende Stände: Werke aus Stoff, Filz, Wolle und unzählige Dekorationsartikel in verschiedensten Handwerksarten. Natürlich durfte auch ein Besuch in der Weihnachtsmann-Werkstatt nicht fehlen.
Zum Abschluss haben wir uns im Café des Hauptgebäudes niedergelassen und ein superleckeres Sandwich mit Flagstæk gegessen, dazu ein alkoholfreies Bier und eine Pepsi. So gestärkt lauschten wir der Weihnachtsmann-Band – und sahen anschließend das wunderschöne Feuerwerk.
Ein rundum gelungener Besuch und definitiv ein Event, das man erleben sollte!