Zwischen Sorge und Lichterglanz 2. Dezember 2024
Mieze geht es nach wie vor schlecht. Ich spritze sie jeden Tag, halte Rücksprache mit dem Tierarzt, beobachte jede kleine Veränderung. Sie lebt – und manchmal habe ich das Gefühl, es geht ein bisschen vorwärts. Vielleicht bilde ich es mir auch nur ein. Vielleicht ist es der Wunsch, der Vater des Gedankens. Aber ich halte daran fest.
Wir sind tief in der Adventszeit angekommen, und ich bemühe mich sehr, uns ein wenig Wärme und Licht in die Tage zu bringen. Jeden Abend brennen bei uns Kerzen, ich habe schon etwas geschmückt, und es ist wirklich schön geworden. Es macht eine wunderbare Stimmung.
Mieze bleibt tagsüber in ihrem geschützten Raum. Es ist ihr Rückzugsort, ihr kleines Reich. Aber nachts – da darf sie bei uns schlafen. Die anderen Katzen sind dann in einem anderen Zimmer, damit sie ihre Ruhe hat. Und ich merke, wie gut ihr das tut. Sie ist dann ganz nah bei uns, beobachtet uns, sucht Körperkontakt. Diese Nähe braucht sie – und wir brauchen sie auch.
In der Schule steht bald wieder ein Modultest an. Ich bin fleißig am Lernen, denn das ist mir wichtig. Die Sprache zu verstehen, zu sprechen – das ist ein Teil von mir geworden. Auch wenn im Moment vieles schwer ist, halte ich mich daran fest: an der Hoffnung, am Licht der Kerzen, an kleinen Fortschritten.