Eine Zugreise, die es in sich hatte
Home › Blog › Alltagsleben
Alltagsleben

Eine Zugreise, die es in sich hatte

Eine chaotische Zugfahrt von Deutschland nach Dänemark mit unerwarteten Umständigkeiten, Umsteigerungen und Gleisarbeiten - ein Abenteuer der besonderen Art.

Eine Zugreise, die es in sich hatte 29. Juli 2024

Was für ein Chaos. Diese Zugfahrt war unfassbar stressig – und ehrlich gesagt: so etwas wünsche ich keinem.

Dabei fing alles noch so schön an. Wir hatten einen letzten gemütlichen Abend mit Mama bei Anke und Thomas. Es gab Flammkuchen und andere Leckereien, wir saßen zusammen, haben erzählt, gelacht – ein würdiger Abschluss unserer Zeit in Deutschland. Johanna holte ihr Auto bei uns ab, und dann hat Thomas uns netterweise mitten in der Nacht nach Mannheim zum Bahnhof gebracht.

Dort allerdings begann das Abenteuer. Wegen Bauarbeiten war die gebuchte Verbindung plötzlich nicht mehr wie geplant möglich. Unser Zug wurde umgeleitet, und wir mussten spontan in Heidelberg umsteigen – mit meiner Mutter im Schlepptau, die ja nicht mehr die Jüngste ist. Immerhin hatten wir das Gepäck auf drei Koffer und zwei Rucksäcke mit Proviant reduziert – es war machbar, aber anstrengend.

Als wir endlich in einem Nachtzug saßen, der uns ohne Umstieg nach Hamburg bringen sollte, fiel eine erste Last von uns ab. Eine Nacht still im Zug zu verbringen klang wie ein Geschenk. Doch die Erleichterung währte nur bis zum nächsten Morgen.

Um sieben Uhr kamen wir in Hamburg an – und was soll ich sagen: dieser Bahnhof ist ein einziges Tohuwabohu. Menschenmassen, Lautstärke, Hektik. Und mittendrin meine Mutter, die voller Tatendrang durch die Gänge stromern wollte. Ich hatte 40 Minuten Umstiegszeit für großzügig gehalten – aber mit allem Drum und Dran, inklusive Orientierung und Koordination, war es am Ende ziemlich knapp.

Von Hamburg ging es dann nach Padborg. Dort mussten wir erneut umsteigen – und weiter ging es mit verschiedenen Zügen quer durch Jütland bis hinauf nach Aalborg. Glücklicherweise waren wir in der ersten Klasse unterwegs, was die Reise etwas entspannter machte. Aber irgendwann waren wir einfach nur müde.

Und dann – als wäre es ein passender Schlussstrich unter dieses Kapitel – gab es auch in Dänemark wieder Gleisarbeiten. Ab einer bestimmten Strecke ging es nicht mehr weiter. Stattdessen wurden wir in Busse verfrachtet und durch halb Vendsyssel gekarrt. Am Ende hatten wir schlicht keine Kraft mehr, auf den nächsten Zug zu warten. Also nahmen wir ein Taxi – und kamen nach über 17 Stunden Reisezeit endlich zu Hause an.

Fix und fertig, aber auch ein bisschen stolz, das alles gemeistert zu haben.

Nun heißt es: ankommen, durchatmen – und hoffentlich erstmal keine Züge mehr.

Fix und fertig, aber auch ein bisschen stolz, das alles gemeistert zu haben.

Erlebe Skagen

Skagen mit Christine erleben

Kennst du schon meine geführten Touren? Ich zeige dir Skagens Künstler, Küste und Geschichten – persönlich und authentisch.

Touren ansehen & buchen
Newsletter
C
Christine Rentschler Skagen Tourguide · Autorin · Abenteurerin

Ich schreibe von meinem neuen Leben am nördlichsten Zipfel Dänemarks.